Einblicke - CLP 2026: Neue Gefahrenklassen und ihre Bedeutung für Ihre IUCLID-Dossiers

Die revidierte CLP-Verordnung führt neue Gefahrenklassen für endokrine Disruptoren, PBT, vPvB, PMT und vPvM ein. Das ändert sich 2026 für Ihre IUCLID-Einstufung und -Kennzeichnung.

· Svetlana Galakhova · 3 Min. Lesezeit
CLP 2026: Neue Gefahrenklassen und ihre Bedeutung für Ihre IUCLID-Dossiers

Die revidierte CLP-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) bringt die größte Änderung der EU-Gefahreneinstufung seit Jahren. Neue Gefahrenklassen treten in Kraft, und sie wirken sich direkt darauf aus, wie Sie Stoffe einstufen und Ihre IUCLID-Dossiers aufbauen. Wenn Sie Chemikalien in der EU registrieren oder liefern, sollten Sie 2026 Folgendes wissen — und tun.

Was sich ändert

Die Delegierte Verordnung (EU) 2023/707 hat neue Gefahrenklassen zur CLP hinzugefügt, die über die klassischen physikalischen, gesundheitlichen und umweltbezogenen Kategorien hinausgehen. Die neuen Klassen sind:

  • ED HH — Endokrine Disruptoren für die menschliche Gesundheit
  • ED ENV — Endokrine Disruptoren für die Umwelt
  • PBT — Persistent, bioakkumulierbar und toxisch
  • vPvB — sehr persistent und sehr bioakkumulierbar
  • PMT — Persistent, mobil und toxisch
  • vPvM — sehr persistent und sehr mobil

Diese Eigenschaften wurden früher unter REACH bewertet, sind nun aber formale CLP-Gefahrenklassen mit eigenen Einstufungskriterien, Kennzeichnungsfolgen und Meldepflichten.

Wichtige Fristen

Die neuen Klassen gelten gestaffelt. Die wichtigsten Termine:

DatumWas gilt
1. Mai 2025Neue Klassen verpflichtend für Stoffe, die in Verkehr gebracht werden
1. Mai 2026Übergangsfrist endet für Stoffe, die bereits vor Mai 2025 auf dem Markt waren
1. Mai 2026Neue Klassen verpflichtend für Gemische, die in Verkehr gebracht werden
1. Mai 2028Übergangsfrist endet für Gemische, die bereits vor Mai 2026 auf dem Markt waren

Kurz gesagt: 2026 ist das Jahr, in dem diese Klassen für die meisten Portfolios unausweichlich werden. Bestehende Registrierungen genießen keinen Bestandsschutz — sie müssen überprüft und aktualisiert werden.

Was das für Ihre IUCLID-Dossiers bedeutet

  1. Portfolio neu prüfen. Jeder Stoff mit Daten zu Persistenz, Bioakkumulation, Mobilität oder endokriner Wirkung ist ein Kandidat für eine der neuen Klassen. Identifizieren Sie sie vor der Frist — nicht erst nach einer Compliance-Prüfung.
  2. Einstufungsdatensätze in IUCLID aktualisieren. Die Abschnitte zu GHS / Einstufung und Kennzeichnung müssen die neuen Gefahrenklassen widerspiegeln, wo sie zutreffen. Stellen Sie sicher, dass Ihre IUCLID-Version die aktualisierten Auswahllisten und das Format unterstützt.
  3. C&L-Meldung aktualisieren. Neue Einstufungen müssen in Ihre ECHA-Einstufungs- und Kennzeichnungsmeldungen einfließen.
  4. SDB und Etiketten in der Lieferkette prüfen. Eine neue Gefahrenklasse kann Sicherheitsdatenblätter und die Kommunikation in der Lieferkette verändern — nicht nur das Dossier.

Lassen Sie sich nicht von einer veralteten IUCLID-Version überraschen

Eine praktische Falle: Die neuen Gefahrenklassen setzen aktuelle IUCLID-Versionen und Formataktualisierungen voraus. Wenn Sie eine ältere, selbst gehostete IUCLID-Version betreiben, fehlen Ihnen möglicherweise die korrekten Einstufungsfelder ganz — und ein Upgrade nach eigenem Zeitplan bedeutet Ausfallzeit und IT-Aufwand genau dann, wenn die Fristen am engsten sind.

Genau hier hilft verwaltetes Hosting. Bei 4chems.com ist Ihre Umgebung für IUCLID, CHESAR und QSAR Toolbox immer auf der neuesten ECHA-Version — in der Regel innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung —, sodass die richtigen CLP-Einstufungsfelder bereitstehen, wenn Sie sie brauchen, ganz ohne manuelle Upgrades auf Ihrer Seite.

Nächster Schritt: Möchten Sie schnell prüfen lassen, wie sich CLP 2026 auf Ihre registrierten Stoffe auswirkt? Sprechen Sie mit einem Experten, und wir helfen Ihnen, den Aufwand vor den Mai-Fristen abzuschätzen.

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